Wir trauern um
Pavel Feinstein
28.09.1960 - 17.05.2026
Ein großartiger Maler und Freund ist von uns gegangen.
Möge sein Andenken ein Segen sein!

Pavel Feinstein wuchs in Tadschikistan auf. Durch sein Elternhaus kam er früh mit Kunst in Berührung. Von 1978 bis 1979 besuchte er die Kunstfachschule in Duschanbe. Der Künstler jüdischen Glaubens emigrierte 1980 mit seiner Familie nach Deutschland. An der Universität der Künste Berlin studierte er von 1980 bis 1985 Malerei und wurde Meisterschüler bei Gerhart Bergmann. Seitdem lebte und arbeitete er als freischaffender Künstler in Berlin. Seine Arbeiten zeigte er in vielen Galerien und Museen. Er malte melancholische Stillleben, Porträts und Figurenbilder, die oft an biblische Geschichten erinnern. Das Jüdische Museum Berlin widmete ihm 2002/2003 eine erste umfangreiche Schau. Anlässlich der großen Einzelausstellung mit 150 Gemälden 2010 im Osthaus Museum von Hagen nannte ihn Manfred Schwarz in der Wochenzeitung "Die Zeit" einen „neuen Altmeister“, der „schwindelerregende Bildwelten“ erschafft, die von „Schuld und Sühne, Fluch und Erlösung“ handeln. Pavel Feinstein lehnte es ab, seine Bilder zu interpretieren und mit Titel zu versehen, die in eine bestimmte Richtung weisen: Der Betrachter soll sich seine eigenen Gedanken machen.
Pavel Feinsteins Bilder und die Erinnerung an ihn werden bleiben.